Warum Edelstahl?

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Was ist Edelstahl ?

Edelstahl ist eine Bezeichnung für legierte oder unlegierte Stähle
mit besonderem Reinheitsgrad, zum Beispiel Stähle, deren Schwefel- und Phosphorgehalt 0,025 % nicht überschreitet.
Edelstahl besitzt eine hohe Festig- und Steifigkeit. Der Stahl ist extrem stabil
und wiegt dennoch nicht viel mehr als Aluminium.
Glatte und porenfreie Oberflächen machen es Bakterien und anderen Mikroorganismen schwer, sich anzulagern und zu überleben.

 

Was bedeuted Edelstahl 18/10 ?

Edelstahl 18/10 ist die gängige Bezeichnung für Chrom-Nickel-Stahl. (X 5 CrNi 18/10).

Die hohen Anteile von Chrom und Nickel bewirken die außergewöhnliche Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls.
Erste Zahl =  Anteile Chrom,   zweite Zahl =  Anteile Nickel.

Nichtrostende Stähle sind bei weitem korrosionsbeständiger als viele andere metallische Konstruktionswerkstoffe.
Der Grund dafür liegt in der durch die chemische Zusammensetzung der Stähle
bedingten Bildung eines sehr dünnen Schutzfilmes auf der Oberfläche, der als „Passivschicht“ bezeichnet wird.
Auch im Fall von Beschädigungen bzw. Kratzern, bildet sich diese Passivschicht
unter dem Einfluss von Sauerstoff immer wieder neu, so dass der Werkstoff über einen eingebauten Selbstreparaturmechanismus verfügt.



Wofür eignet sich Edelstahl ?

Der Stahl ist gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig und hat sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeiten wie beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie, bei der Getränkeproduktion, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, im chemischen Apparatebau, in der Architektur, im Fahrzeugbau, für Haushaltsgegenstände und -geräte, für chirurgische Instrumente, im Schank- und Küchenbau, bei Sanitäranlagen, für Schmuckwaren und Kunstgegenstände. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch das Elektropolieren wesentlich erhöht.
Dies wird insbesondere in der Pharma-, Lebensmittel-, Medizin- und Fassadentechnik gefordert.
Die metallisch blanke Oberfläche macht es Bakterien schwer sich abzulagern und zu vermehren. Deshalb wird der Werkstoff sehr häufig eingesetzt.


Edelstahl weist gegenüber anderen verwendeten Materialien, z.B. Aluminium oder Carbon, eine erheblich bessere Umweltbilanz auf:

  • wesentlich geringerer Energieverbrauch bei der Gewinnung des Rohmaterial
  • keine umweltbelastenden Verfahren zum Korrosionsschutz erforderlich (z.B. Säurebäder, Unterchromen des Rahmens oder Hartverchromen von Kettenstrebe und Ausfallenden)
  • Schonung kostbarer Ressourcen durch höhere Lebensdauer auf Grund hoher Korrosionsbeständigkeit und Dauerschwingfestigkeit des Edelstahl
  • Edelstahlmaterial zu 100% recyclebar

 

Wie reinigt man Edelstahl ?

Der Werkstoff lässt sich immer wieder schnell und leicht in einen hygienisch einwandfreien Zustand bringen.
Wir empfehlen salzsäure- und chloridfreie Reinigungsmittel für Teile aus Edelstahl, die im Fachhandel erhältlich sind.

Keinesfalls metallische Gegenstände zum Entfernen von Ablagerungen verwenden!

Bei Verwendung von Reinigungsschwämmchen bitte darauf achten,
dass der Scheuerbelag keine Metallteilchen enthält!

In aller Regel führen ein weiches Tuch oder ein weicher Schwamm mit einer handelsüblichen Spülmittellösung zu einwandfreien Ergebnissen.
Bewährt haben sich auch leicht angefeuchtete Mikrofasertücher.
Für hochglanzpolierte Oberflächen eignen sich chloridfreie Glasreiniger.
Von scheuernden Produkten ist dringend abzuraten, da sie Kratzer verursachen.
Auf geschliffenen Oberflächen sollte immer mit und nicht quer zur Schliffrichtung gesäubert werden.

Stärkere Verunreinigungen, z. B. Fettablagerungen, lassen sich in aller Regel mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln für Edelstahl entfernen.
Insbesondere in Regionen mit hartem, kalkhaltigem Wasser sollten die Oberflächen anschließend mit einem Leinen- oder Baumwolltuch trocken gerieben werden.
Legen Sie keine feuchten Wischtücher auf Edelstahloberflächen,um mögliche Kalkspuren zu vermeiden.

 

Womit sollte man Edelstahl nicht reinigen?

Konzentrierte Desinfektions- und Bleichmittel bzw. auch verdünnte "Reiniger", die längere Zeit auf Edelstahl einwirken, greifen den Werkstoff an.
Auch chloridhaltige Mittel sind schädlich.
Wenn überhaupt, dürfen solche desinfizierenden Mittel nur verdünnt zum Einsatz kommen. Die Einwirkungsdauer sollte so gering wie möglich sein.
Anschließend mit reichlich klarem Wasser spülen.
Scheuerpulver führen schnell zu Kratzern, Scheuerschwämme und Stahlwolle
aus "normalem" Stahl beschleunigen die Korrosion. Sie geben rostende Eisenpartikel ab, die ihrerseits den für Edelstahl typischen Selbstschutzmechanismus negativ
beeinträchtigen. Silbertauchbäder enthalten starke Säuren oder Chloride und sind
für Edelstahl ebenfalls ungeeignet.